Hotel Mueller

Hotel Müller - Kyllburg - Eifel

Das nette Haus für nette Leute

Hotel Müller Kyllburg Eifel · Mühlengasse 3 · 54655 Kyllburg · Tel 06563/96960 · eMail: info@hotel-mueller-kyllburg.de · GPS: N 50° 02´ 29" - E 06° 35´ 28"

ADFC Bett & Bike Eifel Fahrrad-Hotel. Wir sind ein fahrradfreundlicher Gastbetrieb in der Eifel direkt am Kyll-Radweg. Wir bieten Ihnen alles rund um Fahrradreisen mit Radrouten nach und rund um Kyllburg in der Südeifel. Zwei Pedelecs sind in unserem Fahrradhotel mietbar, klar, unsere Gäste können an unserer "Eifel Elektrotankstelle" ihr Pedelec oder E-Bike laden.
Beachten Sie bitte unsere Fahrradpauschale mit drei Übernachtungen und den Radtouren.
Kyllburger Kleeblatt.

Eifelradweg

ehem. Kleinbahn Philippsheim-Binsfeld

Von 1900 bis 1965 dampfte und schnaufte es sehr schmalspurig auf nur 750mm breiten Gleisen von Philippsheim hoch nach Binsfeld. Doch dann kam die Stillegung, kaum noch etwas von der einstigen romantischen Bahn ist ürbig geblieben.

Eröffnet am 02.August 2010, so berichtete der Trierische Volksfreund erhielt der ehemalige Gleiskörper eine neue Bedeutung, er wurde zum kleinen aber um so schöneren Bahntrassenradwanderweg, der so der Bericht "Von der Schiene in die Pedale" im TV noch bis Dreis weiter velängert werden soll.
Grund genug uns dies als Bahn- und Radfan einmmal näher an zu sehen.

Entgegen der Namensgebung startete ich am 05.08.2010 oben in Binsfeld. Eine Auschilderung der gesamten Strecke fehlt übrigens noch, als erster Anhaltspunkt darf ein Wegkreuz auf der rechten Seite an der B50 von Spangdahlem nach Binsfeld dienen. In Binsfeld selbst ist noch die Lok Nr. 2 als sehr gut erhaltenes Dampflokdenkmal erhalten, siehe Foto oben rechts, dies erreichen Sie nach kurzer Fahrt in Binsfeld am ersten Kreisverkehr rechts in die Bahnhofstraße. Die Geschichte der Bahn ist hier extra aufgezeichnet.

Start. Vom Wegkreuz ging es dann auch flück los an einem Sonnenblumenfeld vorbei bis zur Kreuzung mit der L46, welche angenehmerweise unterführt ist.
Danach ging es sofort in den Wald.

Der frisch asphaltierte Weg lies sich gut befahren, klar. Ich gondelte doch etwas langsam daher, die Strecke ist ja nur 6 km lang und will genossen werden. Als erstes vielen mir unzählige Ameisen auf, man konnte überhaupt nicht ausweichen, eine Ameisenstraße nach der nächsten. Bald klärte sich das Phänomen, beiderseits des Radweges befanden sich mehrere enorme Ameisenhügel.

Die Sonne kam etwas durch und blinzelte durch die Äste, die Strecke führte zum großen Teil etwas erhöht über einen Bachlauf durch Wald, keine Menschenseele zu sehen, nur ein Hund war kurz zu hören. Langsam ging es weiter bergab, von Binsfeld nach Philippsheim sind es ca. 125 Höhenmeter Unterschied.

Als einziges Zeichen menschlicher Kultur (bis auf den Asphalt) sah ich unten am Bach ein Wegkreuz stehen, dies kann man per pedes erreichen

Weitere menschliche Zeugnisse befanden sich plötzlich vorraus, ich traf auf die B50, doch mein Interesse galt einer kleiner Brücke über den nahen Bach, beim näheren Hinsehen stellte sie sich als eine Bahnbrücke unserer Kleinbahn und als eines der wenigen Überbleibsel der Strecke hinaus. Am Wiesenrand entlang konnte man die Brücke zu Fuss erreichen und "besichtigen". Hier lag wohl auch irgednwo der Bahnhof Dudeldorf. Von hier aus Richtung Phillipsheim ging es durch die Hölle, wie die Lokführer damals wohl sagten.

Nur wenige Meter ging es entlang der B50 und noch nicht weiter ausgebaut über die Kreuzung nach Beilingen, dann endlich wieder in den Wald hinein. Zwei Radfahrer kamen mir entgegen, in Zukunft werden es wohl mehr sein.

Doch 6km sind irgendwann zu Ende, auch wenn man noch so langsam fährt. Ich durchfuhr einen Felseinschnitt und stand promt fast auf der Strasse von Philippsheim nach Speicher. Am Bahnhof Philippsheim ist nichts von der Bahn erhalten, alte Fotos belegen, dass genau hier die Bahn unmittelbar an dem Wohnhaus vorbeifuhr. Zufällig lernte ich den Hausbewohner kennen, der mir ein paar alte Bilder zeigte. Direkt gegenüber seinem Gebäude befand sich früher eine Verladestelle von Normalspur auf Schmalspur.

Tourenfahrer des Kylltalweges fahren vom Bahnhof Phillipsheim Richtung Speicher, am Ortsausgang befindet sich rechts ein Geänder zur Kyll und links geht es direkt am haus derzeit noch unausgeschildert den Bahntrassenweg hinauf. Ich selbst strampelte den Kylltalradweg noch weiter bis nach Kordel bis die Wolken am Himmel zu gräulich wurden und ich auf Normalspur zum Hotel Müller in Kyllburg zurückkehrte.
Allen Fahrradfahrern wünsche ich viel Spaß.

Zusammenfassung

Streckenlänge zur Zeit 6km, mit jedem Rad befahrbar
Höhenunterschied ca 125m
Verknüpfung mit Kylltalradweg in Philippsheim nach Trier oder Gerolstein
Erstellung eines Radweges Binsfeld-Dreis geplant
Dampflokdenkmal in Binsfeld

Text und Fotos: Dietmar Wolf
Stand 05.08.2010

Der Bahnhof Kyllburg ist Fahrrad freundlich ausgebaut. Sie erreichen die Bahn ohne Treppen direkt und bequem.